Der Name „Pfuscher“ war zunächst eine Art Vorsichtsmaßnahme: Hanns Meilhamer wollte klarstellen, dass er nicht versuchen würde, eine virtuose Ohrenschlacker-Band mit Überfliegersound aufzustellen, sondern eher spaßbetont und frei von Leistungsdruck herumdilettieren wollte.

Andererseits erwies sich die Pfuscherei als ein fruchtbares Programm: Pfuscherversionen von La Paloma (im 5/8-Takt), von „In München steht ein Hochbräuhaus“ und ein fürchterlich furchtlos grenzüberschreitendes Potpourri aus „Die lustigen Holzhackerbuam“, „Ein Schiff wird kommen“ und „Smoke on the Water“ entstanden gerade aus der Suche nach dem „pfuschermäßigen Zugang“ zum Oft-Gehörten. Wobei Parodie und Selbstparodie sich die Hände reichen.

Die Pfuscher trafen sich erstmals im Herbst 2001, für eine versuchsweise Probe, und zwar genau in der Besetzung, die noch immer zusammen ist.

Die ersten Nummern waren Jive-Songs. Markus wechselte extra für diese Besetzung vom elektrischen auf den Kontrabass. Es stellte sich schnell heraus, dass die Besetzung funktionierte, dass mit dem vorhandenen Songmaterial etwas anzufangen war, und dass die Begegnung zwischen Kabarett und Groove allen Beteiligten Spaß machen würde.

Erster Auftritt war Anfang 2002 in Waging am See.
Highlights der seither stattgefundenen Auftritte:
Bluesfestival Wendelstein (zusammen mit Willi Resitarits’ Chefpartie), Aschermittwoch der Kabarettisten in der Münchner Philharmonie, Bardentreffen Nürnberg, Open Air zum 1.Mai am Münchner Marienplatz, auf dem Neumarkt in Augsburg.
Darüber hinaus Fernsehauftritte in Ottis Schlachthof und bei Günter Grünwald.
Vor allem aber die vielen schönen kleinen Musikclubs und Theater, wie die Musikbühne Staudach, der Mühldorfer Haberkasten, die alte Mälzerei in Regensburg, das Oval in Salzburg...


Und dann gab es noch ein paar unvergessene Reinfälle - eine Handvoll Abende, an denen einfach nichts gelaufen ist, an denen man gemeinsam vergeblich gegen eine wachsende Verzweiflung anspielt, wie damals im Sternenzelt, als wir als letzte dran waren, nach der Lesung von Otto Schenk, und die Hälfte der Leute schon heimging.
Unser heißester Abend: Einweihungsfest einer neuen Eisstockhalle im Hochsommer, und wir standen beim Spielen in unseren eigenen Schweißlacken. Und der kälteste: ein schwach beheiztes Messezelt in Wasserburg, mit einer unbeheizten, zugigen Garderobe bei empfindlichen Januartemperaturen. Da standen wir in langen Unterhosen auf der Bühne.


Das waren die Prüfsteine für die Band. Wir haben sie überlebt und sind dabei immer mehr zusammengewachsen. Und - stets bereit zu neuen Herausforderungen!


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